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Die intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT) bei Diabetes mellitus



Die intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT) – auch Basis-Bolus-Therapie genannt – ahmt den Insulinhaushalt von Gesunden erheblich besser nach als die konventionelle Insulintherapie (CT). Das Insulin verabreicht sich der Patient bei dieser Form der Diabetestherapie mit einer Spritze oder einem Pen.

Bei der ICT wird der basale Insulinbedarf (Basis) durch ein Verzögerungsinsulin gedeckt. Zusätzlich wird zu den Mahlzeiten die passende Menge kurzwirksames Insulin gespritzt (Bolus). Daneben gibt es auch die intensivierte Therapie mit Insulinpumpe, mit der eine noch feinere Abstimmung auf den Insulinbedarf möglich ist.

Für wen ist die intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT) geeignet?

Die ICT ist die Standard-Insulintherapie bei Diabetes Typ 1, doch auch bei Diabetes Typ 2 setzt sie sich zunehmend durch. Im Allgemeinen wird die intensivierte Therapie bei Patienten mit Diabetes Typ 2 genauso durchgeführt wie bei Patienten mit Diabetes Typ 1. Es gibt aber auch ICT-Varianten speziell für Typ-2-Diabetiker.

Voraussetzungen für die ICT bei Diabetes mellitus

Für die Berechnung der Bolus-Insulinmenge ist es erforderlich, den aktuellen Blutzucker zu messen. Außerdem muss die für eine Mahlzeit vorgesehene Kohlenhydratmenge sowie der Zielblutzucker, die geplante körperliche Belastung, die Tageszeit und individuelle Insulinempfindlichkeit berücksichtigt werden. Aus diesem Grund sind spezielle Patientenschulungen für diese Art der Insulintherapie notwendig. Ergänzend ist zu beachten, dass einige Diabetespatienten nicht in der Lage sind, solche abstrakten Kalkulationen vorzunehmen. Die Berechnung der jeweiligen Insulindosis könnte für sie daher zu schwierig sein.

Vorteile der intensivierten konventionellen Insulintherapie

Bei der ICT kann der Diabetiker seinen Tagesablauf flexibel gestalten und selbst festlegen, wie groß seine Mahlzeiten sein sollen und wann er sie zu sich nimmt. Auch körperliche Aktivitäten kann er spontaner in den Tagesablauf einbauen. Die allermeisten Diabetespatienten erreichen durch die intensivierte konventionelle Therapie eine bessere Stoffwechseleinstellung als durch die konventionelle Therapie.

Nachteile der intensivierten konventionellen Insulintherapie

Bei der intensivierten konventionellen Insulintherapie sind täglich mindestens drei bis vier Insulininjektionen und mehrere Blutzuckerkontrollen notwendig. Außerdem muss der Patient bei dieser Therapie vor jeder Mahlzeit die Insulindosis bestimmen. Diese Vorgänge benötigen eine gewisse Zeit und Konzentration und mancher Diabetespatient hat Schwierigkeiten, sie im Arbeitsalltag durchzuführen.
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