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Impfschutz für die Reise



Vor jeder Reise sollten Sie sich informieren, ob in Ihrem Reiseland Krankheiten verbreitet sind, gegen die Sie sich schützen sollten. Informationen hierzu erhalten Sie beim Auswärtigen Amt, bei der Botschaft des jeweiligen Landes oder bei Tropeninstituten. In manchen Ländern müssen bestimmte Impfungen bei der Einreise nachgewiesen werden.

Flipflops am Strand © iStock
Allgemein wird empfohlen, Auffrischimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie durchzuführen, wenn die letzte Impfung mehr als zehn Jahre zurückliegt. Besonders bei Reisen in tropische Gebiete kann vor Reiseantritt eine Impfung gegen folgende Krankheiten notwendig sein:

Gelbfieber

Die Virusinfektion wird durch Stechmücken übertragen – nicht von Mensch zu Mensch. Unbehandelt verläuft Gelbfieber oft tödlich. Gegen die Erkrankung gibt es eine Impfung, die in manchen Ländern sogar Vorschrift ist. Impfen lassen können Sie sich bei autorisierten Gelbfieber-Impfstellen – etwa Tropeninstituten. Zehn Tage nach der Impfung ist sie amtlich gültig. Der Impfschutz beträgt zehn Jahre.

Hier erfahren Sie mehr über Gelbfieber.

Typhus

Typhus ist eine Darmerkrankung, für die das Bakterium Salmonella typhi, das zu den Samonellen gehört, verantwortlich ist. Übertragen werden die Bakterien vor allem über verseuchtes Wasser und verunreinigte Lebensmittel. Es gibt zwei Möglichkeiten, gegen Typhus zu impfen: Eine Schluckimpfung, die zwei Jahre schützt, und eine Injektion, die drei Jahre Impfschutz bietet. Als Reiseimpfung wird die Schluckimpfung empfohlen.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Typhus.

Cholera

Bei Cholera handelt es sich um eine schwere Durchfallerkrankung, die durch Bakterien – sogenannte Vibrionen – verursacht wird. Die Übertragung erfolgt über verunreinigte Lebensmittel oder verseuchtes Trinkwasser. Es gibt eine Schluckimpfung, die Experten für normale Touristen jedoch in den meisten Fällen für unnötig halten. Wer sich jedoch über mehrere Wochen in einem Risikogebiet aufhält, sollte sich impfen lassen. Die Impfung schützt für drei bis sechs Monate – der Impfschutz liegt bei etwa 90 Prozent. Die Wirkung setzt etwa eine Woche nach der letzten Impfdosis ein.

Hier lesen Sie mehr über Cholera.

Hepatitis A

Hepatitis A wird durch Viren verursacht und betrifft die Leber. Die Erreger werden durch verunreinigte Lebensmittel und Wasser sowie durch engen Körperkontakt übertragen. Die Impfung besteht aus zwei Teilen – die zweite Impfung erfolgt sechs Monate nach der ersten. Aber auch eine kurzfristige Impfung ist möglich, denn der Impfschutz baut sich innerhalb von etwa zehn Tagen auf. Die zweite Impfung erfolgt dann nach der Reise. Meistens wird die Hepatitis-A-Impfung mit der Impfung gegen Hepatitis B kombiniert – dann muss sie jedoch dreimal erfolgen. Der Impfschutz beträgt mindestens zehn Jahre, Experten gehen aber von einer wesentlich längeren Wirkung aus.

Hier erfahren Sie mehr über Hepatitis A.

Meningokokken-Hirnhautentzündung

Die Meningokokken-Hirnhautentzündung wird – wie der Name schon sagt – durch Meningokokken verursacht. Diese Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Gegen die Meningokokken-Erkrankung gibt es verschiedene Impfstoffe. Reisenden empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung mit einem Impfstoff gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y. Der Schutz dieser Impfung hält drei bis fünf Jahre.

Hier lesen Sie mehr über Meningokokken-Hirnhautentzündung.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Wer in ein FSME-Risikogebiet reist – dazu gehören zum Beispiel auch weite Teile Süddeutschlands –, sollte sich gegen FSME impfen lassen. Überträger des FSME-Virus sind Zecken. Die Impfung besteht aus drei Teilen. Nach der ersten Impfung folgt die zweite etwa ein bis drei Wochen später, die dritte Impfung findet neun bis zwölf Monate nach der ersten Impfung statt. Der Impfschutz beträgt mindestens drei Jahre.

Hier finden Sie mehr Informationen über FSME.

Nicht immer besteht vollständiger Schutz

Nicht alle dieser Impfungen garantieren einen vollständigen Schutz gegen die Erkrankungen. Einfache Vorsichtsmaßnahmen sind daher zum Schutz vor Infektionskrankheiten unabdingbar. Hierzu zählen zum Beispiel: nur gekochte, geschälte oder (mit sauberem Wasser) gewaschene Nahrungsmittel essen, nur abgekochtes oder auf andere Weise desinfiziertes Wasser oder Wasser aus versiegelten Wasserflaschen trinken, kein ungeschützter Geschlechtsverkehr.

In vielen Ländern ist die Malaria sehr verbreitet, gegen die es noch keinen Impfstoff gibt. Zum Schutz vor Malaria müssen deshalb während der gesamten Reise und eine gewisse Zeit davor und danach regelmäßig Medikamente gegen die Erreger eingenommen werden.Hier finden Sie Informationen zu den Standardimpfungen.

Hier finden Sie Informationen über Impfungen bei speziellen Risiken.
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