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Standardimpfungen: Wogegen wird geimpft?



Diphterie

Die Diphtherie lässt sich durch Schutzimpfungen vermeiden. Die Impfung wird in der Regel als Kombinationsimpfung zusammen mit Tetanus und Keuchhusten durchgeführt. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung ab dem zweiten Lebensmonat begonnen werden. Die Impfung muss im Erwachsenenalter regelmäßig aufgefrischt werden.

Hier erfahren Sie mehr über Diphtherie, die Ursachen und Symptome.

Hepatitis B

Um sich vor einer Infektion mit Hepatitis B zu schützen, sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: kein ungeschützter Geschlechtsverkehr, kein gemeinsamer Gebrauch von Injektionsnadeln und die Testung von Blutprodukten. Die STIKO empfiehlt eine Standardimpfung ab dem zweiten Lebensmonat sowie eine Grundimmunisierung bei nicht geimpften Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren. Bei Personen, die durch eine Tätigkeit im Gesundheitsdienst der Gefahr einer Hepatitis-B-Infektion ausgesetzt sind, sollte der Impfschutz regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls aufgefrischt werden.

Weiter Informationen zu Hepatitis B erhalten Sie hier.

Haemophilus influenzae Typ b-Infektion (Hib)

Eine Vorbeugung gegen Infektionen mit Hib ist durch eine Schutzimpfung möglich. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung im zweiten Lebensmonat begonnen werden. Menschen, bei denen die Milz entfernt werden muss (Splenektomie), sollten möglichst bereits vor der Operation geimpft werden.

Lesen Sie mehr über die Hämophilus influenzae Typ b-Infektion (Hib).

Humane Papillomaviren

Impfempfehlung: Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit März 2007 eine generelle Impfung gegen zwei Hochrisikotypen der Humanen Papillomaviren (HPV) für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren, um die Erkrankungshäufigkeit an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom, Cervix-Ca) zu senken. Die Impfung mit drei Dosen sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein.

Informationen über die Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) erhalten Sie hier.

Keuchhusten

Keuchhusten lässt sich durch Schutzimpfungen vermeiden. Die Impfung wird in der Regel als Kombinationsimpfung zusammen mit Tetanus und Diphtherie durchgeführt. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung ab dem zweiten Lebensmonat begonnen werden. Im Vorschulalter und im Alter von 9 bis 17 Jahren sind Auffrischimpfungen erforderlich. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Institutes (STIKO) empfiehlt die Impfung zudem allen Eltern, Geschwistern und Betreuern wie Tagesmütter oder Großeltern vier Wochen vor der Geburt eines Kindes, da kein natürlicher Nestschutz gegen die Krankheit besteht.

Lesen Sie mehr über Keuchhusten, seine Ursachen und Symptome.

Kinderlähmung

Seit Einführung der Schluckimpfung 1962 tritt die Kinderlähmung in Europa nur noch sehr selten auf. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung im zweiten Lebensmonat begonnen werden. Eine Auffrischimpfung ist im Alter von 9 bis 17 Jahren erforderlich. Die Ständige Impfkommission empfiehlt heute allerdings nur noch die IPV-Impfung (IPV = Inaktivierte Polio-Vakzine) per Injektion.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Kinderlähmung.

Masern

Masern können durch die Masernschutzimpfung vermieden werden, die in der Regel als Kombinationsimpfung (MMR) zusammen mit Mumps und Röteln erfolgt. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung im Alter von elf bis vierzehn Monaten begonnen werden. In zirka fünf Prozent der Fälle können die sogenannten Impfmasern auftreten, die nicht infektiös und deutlich schwächer ausgeprägt sind als die eigentliche Krankheit. Jüngere Säuglinge sind in der Regel durch die Durchimpfung ihrer Kontaktpersonen wie Eltern und Geschwister geschützt.

Mehr Informationen zu Masern, den Ursachen und Symptomen finden Sie hier.

Meningokokken C

Vor der Hirnhautentzündung durch Meningokokken C kann die Meningokokken-Impfung schützen. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte die Impfung im zweiten Lebensjahr zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Außerdem wird die Impfung Risikogruppen wie zum Beispiel Reisenden in Risikogebiete oder Kontaktpersonen von Erkrankten empfohlen. Für eine Infektion mit den Meningokokken der Gruppe B gibt es zwar auch eine Impfung, die STIKO hat zurzeit jedoch noch keine allgemeine Impfempfehlung dafür ausgesprochen.

Lesen Sie mehr über die Meningokokken-Hirnhautentzündung.

Mumps

Mumps kann wirksam durch eine Impfung verhindert werden. Die STIKO empfiehlt eine Schutzimpfung zusammen mit den Impfungen gegen Masern und Röteln (MMR) ab dem elften Lebensmonat. Der Mumpsimpfstoff kann auch in einer Vierfachkombination mit Windpocken (Varizellen) vorkommen. Nach der Impfung kann es zu Rötung und Schwellung der Impfstelle, ein bis vier Wochen danach auch zu Fieber und leichter Schwellung der Ohrspeicheldrüse (sogenannte Impfkrankheit) kommen.


Weitere Informationen zu Mumps erhalten Sie hier.

Pneumokokken

Pneumokokken sind Bakterien, die verschiedenartige Erkrankungen verursachen können. Die häufigsten sind Mittelohr-, Lungen-, Gehirnhaut-, Bauchfell- und Nasennebenhöhlenentzündungen sowie Bronchitis. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, also zum Beispiel durch Husten oder Niesen.

Pneumokokken besiedeln bei jedem zweiten Menschen dauerhaft die Schleimhaut von Mund und Rachen, ohne zu einer Erkrankung zu führen. Erst bei einer Schwächung des Immunsystems kommt es zur Erkrankung. Daher sind Säuglinge (vor allem Frühgeborene), Kleinkinder bis zum zweiten Lebensjahr und Menschen ab 60 Jahren besonders gefährdet. Außerdem besteht erhöhte Gefahr bei Personen mit Immunschwäche durch bestimmte chronische Erkrankungen oder immunschwächende Medikamente sowie bei Personen ohne Milz.

Die Erkrankungen verlaufen meist mit hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl. Bei der Mittelohrentzündung kommt es daneben zu starken Schmerzen im Ohr, eventuell auch zu Ohrgeräuschen oder Schwerhörigkeit. Die Entzündung kann sich ausbreiten – beispielsweise auf die Hirnhaut, die Lungen, die Bronchien oder sogar den ganzen Körper. Diese schweren Formen der Pneumokokken-Erkrankungen sind potenziell lebensbedrohlich.

Vor Pneumokokken-Erkrankungen kann die Pneumokokken-Impfung schützen. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung ab dem zweiten Lebensmonat begonnen werden. Die Impfung kann mit anderen im Säuglingsalter empfohlenen Impfungen zusammen durchgeführt werden. Außerdem wird die Impfung allen Personen über 60 Jahren sowie Personen mit den oben genannten Risikofaktoren empfohlen.

Röteln

Um Rötelninfektionen während der Schwangerschaft zu verhindern, sollte in Deutschland jedes Kind gegen Röteln geimpft werden. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte die Impfung (zusammen mit der Impfung gegen Masern und Mumps, die sogenannte MMR-Impfung) zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat stattfinden und zwischen dem 15. und 23. Monat wiederholt werden. Nur bei Durchführung dieser zweiten MMR-Impfung kann ein vollständiger Impfschutz gewährleistet werden. Frauen mit Kinderwunsch, die noch keine Röteln hatten und nicht geimpft sind, sollten sich vor einer Schwangerschaft dringend impfen lassen. Nebenwirkungen der Impfung können leichtes Fieber und ein flüchtiger Hautausschlag sein.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Röteln.

Windpocken

Vor Windpocken kann eine Impfung schützen. Die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt laut Impfplan die Impfung für alle Kinder zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat. Entweder sollte die Impfung gleichzeitig mit der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) oder frühestens vier Wochen danach erfolgen. Außerdem sollten Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 17 Jahren, die noch keine Windpocken gehabt haben, geimpft werden.

Ausführliche Informationen zu Windpocken erhalten Sie hier.

Wundstarrkrampf (Tetanus)

Wundstarrkrampf (Tetanus) lässt sich durch eine Schutzimpfungen vermeiden. Die Grundimmunisierung wird in der Regel als Kombinationsimpfung zusammen mit Diphtherie und Keuchhusten durchgeführt. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung ab dem zweiten Lebensmonat begonnen werden. Auch im Erwachsenenalter muss der Impfschutz regelmäßig aufgefrischt werden – insbesondere nach Verletzungen. Von einer ausreichenden Grundimmunisierung wird ausgegangen, wenn drei oder mehr Impfungen dokumentiert sind. Auffrischimpfungen sind dann alle zehn Jahre erforderlich. Bei tiefen oder verschmutzen Wunden sollte nach fünf Jahren nachgeimpft werden.

Besteht die akute Gefahr einer Ansteckung bei nicht oder nur unzureichend vorhandenem Impfschutz, wird gleichzeitig aktiv und passiv geimpft. Hierdurch wird sichergestellt, dass sofort eine ausreichende Menge an Antikörpern vorhanden ist.

Lesen Sie mehr über Wundstarrkrampf, seine Ursachen und Symptome.

Virusgrippe

Vor einer Virusgrippe schützt wirksam die Grippeschutzimpfung. Sie wird jährlich durchgeführt – vorzugsweise zwischen September und Oktober. Der Impfstoff wird jedes Jahr auf die aktuell zirkulierenden Virusformen abgestimmt. Entsprechend den Impfempfehlungen der STIKO ist die Grippeschutzimpfung vor allem bei Personen über 60 Jahren sinnvoll, weiterhin bei Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen und solchen, die mit zahlreichen anderen Menschen in Kontakt kommen.

Ausführliche Informationen zu Grippe und Erkältung finden Sie hier.Hier finden Sie Informationen über Impfungen bei speziellen Risiken.

Hier erhalten Sie Informationen über Reiseimpfungen.
Autoren und Quellen
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