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descriptionSonne
Sonne ist lebenswichtig, zu viel davon jedoch riskant, vor allem für helle Haut. Typbestimmung und UV-Index helfen, das persönliche Risiko zu erkennen.
descriptionSommersprossen
Wie die Haut auf Sonnenlicht reagiert, hängt vom Hauttyp ab. Je heller und damit empfindlicher sie ist, desto höher muss der Lichtschutzfaktor sein.
descriptionSonnenbrand am Rücken
Sonnenbrand und Sonnenallergie sind die negativen Folgen der UV-Strahlen. Dabei sind UV-A und UV-B unterschiedlich gefährlich.
descriptionFrau mit Sonnencreme
Sonnenschutz muss auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein und richtig angewendet werden. Und vor allem: keine direkte Sonne für Kinder bis zu einem Jahr.
descriptionEiswürfel
Kühlen, trinken, eincremen und im Notfall Medikamente lautet die erste Hilfe gegen Sonnenbrand. Lichtdermatosen erfordern zusätzliche Maßnahmen.
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Lichtschaden – die Schattenseite der Sonne

Wer einen Sonnenbrand bekommt, war eindeutig zu lang in der Sonne. Wie lang ein gesundes Sonnenbad dauern darf, hängt vom Hauttyp eines Menschen ab – und dem verwendeten Sonnenschutz. Es gibt allerdings auch Reaktionen der Haut auf Sonnenlicht, die unabhängig von der Länge des Sonnenbads sind. Der Volksmund nennt sie Licht- oder Sonnenallergie.

Im Überblick



Ein Sonnenbrand ist eine akute Entzündung der Haut. Er entsteht durch ein Übermaß an UV-Strahlen. Wie hoch die noch verträgliche Dosis ist, ist individuell verschieden. Hellhäutige Menschen mit blondem oder rötlichem Haar und Sommersprossen sind beispielsweise besonders stark gefährdet. Sie haben bei mittlerer Sonnenintensität eine natürliche Eigenschutzzeit von maximal fünf bis zehn Minuten. Durch Sonnenschutzmittel kann sie verlängert werden.
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Ursachen und Symptome von Sonnenbrand

Bei einem Sonnenbrand (Erythema solare, Dermatitis solaris) rötet sich die Haut aufgrund einer akuten Entzündung – vornehmlich durch UV-B-Strahlen. Es entsteht ein unangenehmes Spannungsgefühl. Je nach Ausmaß der Verbrennung kommt es auch zu Schmerzen, insbesondere bei Berührung. Selbst der Kontakt mit Kleidungsstücken kann unerträglich werden. Bei schweren Verbrennungen schwillt das Gewebe an und es bilden sich Blasen. Wenn der Sonnenbrand abheilt, schuppt sich die Haut und es kann zu Juckreiz kommen. Die darunter liegende Haut ist dünn und sehr empfindlich.

Typische Ursachen sind:
  • zu lange Sonnenbäder
  • Unterschätzung der Sonneneinstrahlung an bewölkten Tagen
  • Verwendung von Sonnencreme mit zu niedrigem Lichtschutzfaktor
Die Dosis macht das Gift

Die Haut kennt eine Reihe von Schutz- und Reparaturmechanismen. So können UV-Strahlen in kleinen Mengen keinen Schaden anrichten. Wenn sie auf die Haut treffen, reagiert der Körper mit der Bildung von Pigmentzellen. Diese sondern Melanin (brauner Farbstoff) ab – die Haut wird braun. Melanin wird in den obersten Hautschichten eingelagert. Der Farbstoff bindet einen Teil des gefährlichen UV-Lichtes. Durch das Sonnenlicht erhöht sich gleichzeitig die Zellteilungsrate in der Haut. Die Hornschicht in der Oberhaut wird dicker und es entsteht eine Lichtschwiele. Sie fängt ebenfalls UV-Strahlen ab. Experten haben berechnet, dass dadurch ein Sonnenschutzfaktor von drei bis vier erreicht wird. Die Betroffenen können dann drei- bis viermal länger in der Sonne bleiben, bevor es zu schädigenden Einflüssen kommt. Wenn der natürliche Eigenschutz jedoch überstrapaziert wird, dringen die UV-Strahlen in die tieferen Hautschichten ein. Dort lösen die UV-B-Strahlen die Ausschüttung entzündungsfördernder Stoffe (Prostaglandine) aus. Die Haut rötet sich, schwillt an und es kommt zu den typischen Sonnenbrandsymptomen. Gleichzeitig entstehen durch UV-B- und UV-A-Strahlen zellzerstörende freie Radikale, die das Erbmaterial der Zellen schädigen können. Mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko für Hautkrebs. UV-A-Strahlen können außerdem bei empfindlichen Personen eine Lichtdermatose auslösen. Auch an diesen Prozessen sind freie Radikale beteiligt (zellzerstörende Verbindungen). Alle UV-Strahlen fördern die Hautalterung. Bei häufigem, ungeschütztem Aufenthalt in der Sonne wird die Haut früher faltig und bekommt Pigmentflecken.

Neuere Erkenntnisse weisen darauf hin, dass beim Eigenschutz der Haut das natürliche Verhältnis von UV-A- und UV-B-Strahlen eine Rolle spielt. Bei Strahlung mit anderen Verhältnissen ist der Eigenschutz der Haut nicht optimal. Achten Sie daher bei Sonnenschutzmitteln auf ausgewogene UV-A- und UV-B-Filter.

Das Tückische beim Sonnenbrand ist, dass man die schädigende Wirkung der UV-Strahlen zunächst nicht bemerkt. In den meisten Fällen machen sich die Symptome erst 6 bis 24 Stunden später bemerkbar. Dann hilft nur noch, die Sonne zu meiden und mit entzündungshemmenden oder heilungsfördernden Medikamenten den Schaden so gering wie möglich zu halten.
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„Sonnenallergie“ (Lichtdermatose) – Überreaktion der Haut

Unter „Sonnenallergie“ werden verschiedene Erkrankungen der Haut im Zusammenhang mit Sonneneinwirkung verstanden. Nur zum Teil handelt es sich dabei um eine echte Allergie. Die Hautveränderungen können dabei sehr vielgestaltig sein. Wissenschaftler machen vor allem die UV-A-Strahlen im Sonnenlicht als Auslöser für eine „Sonnenallergie“ verantwortlich.
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Ursachen und Symptome der „Sonnenallergie“

Der Begriff „Sonnenallergie“ wird nicht einheitlich verwendet. Es werden meist unterschiedliche Hautreaktionen, die im Zusammenhang mit Sonneneinstrahlung stehen, unter dem Begriff „Sonnenallergie“ zusammengefasst:
  • die polymorphe Lichtdermatose
  • die Mallorca-Akne
  • die photoallergische Reaktion
  • die phototoxische Reaktion
  • Lichturtikaria
1. Polymorphe Lichtdermatose
Die polymorphe Lichtdermatose (PLD) ist die häufigste Form der „Sonnenallergie“. Sie tritt meist bei jungen Erwachsenen – vorwiegend Frauen (Verhältnis 9:1) – oder Kindern zum ersten Mal auf. Zu Beginn der Sommersaison entsteht sie bevorzugt an Hals und Dekolleté, seltener an Armen, Handrücken, Beinen oder Gesicht. Bei Kindern ist sie im Gesicht am häufigsten. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein, meist bilden sich stark juckende Quaddeln, Knötchen oder Bläschen. Wenn man sich an die Sonne gewöhnt hat, verschwindet der Ausschlag häufig nach ein bis drei Wochen wieder. Bei PLD sollten Sie sich vorsichtig an die Sonne gewöhnen und hochwertige Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Die Sonnencreme sollte neben ausreichendem UV-B-Schutz auch einen hohen UV-A-Filter aufweisen.

2. Mallorca-Akne

Die Mallorca-Akne ist eine besondere Form der polymorphen Lichtdermatose. Es besteht eine genetische Prädisposition, also eine genetisch bedingte Veranlagung. Bei der Mallorca-Akne kommt es durch die UV-Strahlung zu einer Reaktion der Haarfollikel mit typischer Knötchenbildung. Für die Entwicklung dieser Form der Lichtdermatose ist die Anwendung von Sonnenschutzmitteln nicht ausschlaggebend.  

3. Photoallergische Reaktionen
Photoallergische Reaktionen werden durch bestimmte Stoffe („Photoallergene") zusammen mit Sonnenlicht ausgelöst. Nicht jeder, sondern nur Menschen mit einer bestimmten allergischen Bereitschaft reagieren auf Photoallergene. Es handelt sich um einen immunologischen Prozess, wie er für eine Allergie typisch ist. Die Symptome Juckreiz, Rötung, Bläschenbildung, nässende Hautstellen und Krustenbildung treten oft erst zwölf oder mehr Stunden nach der Sonnenbestrahlung auf. Anfangs treten die Hautveränderungen nur in sonnenbestrahlten Hautgebieten auf, später können sie sich auch weiter ausbreiten. Ursache für diese „Sonnenallergie“ können Inhaltsstoffe von Kosmetika (zum Beispiel Konservierungsmittel, Duftstoffe und auch chemische Lichtschutzfilter) oder Medikamente (zum Beispiel bestimmte Antibiotika, entzündungshemmende Mittel, Entwässerungsmittel oder Psychopharmaka) sein. Wichtigste Therapie dieser „Sonnenallergie“ ist das Ermitteln des Auslösers, um diesen vermeiden zu können.

4. Phototoxische Reaktionen
Die phototoxische Reaktion wird durch bestimmte phototoxische (photo = Licht, toxisch = giftig) Substanzen und Sonnenlicht (vor allem UV-A-Strahlung) ausgelöst. Auslöser dieser Reaktion können Medikamente (zum Beispiel bestimmte Antibiotika, Entzündungshemmer, blutdruck und blutfettsenkende Mittel oder pflanzliche Arzneimittel) oder der Hautkontakt mit bestimmten Pflanzen (zum Beispiel Riesen-Bärenklau, Wiesengräser, Schierlingskraut, Sellerie oder Feigenbaum) sein. Diese Stoffe verändern sich unter der UV-Bestrahlung und bilden toxische Produkte, die dann eine entzündliche Hautreaktion auslösen. Eine immunologische Reaktion liegt nicht vor. Die Symptome Rötung und Schwellung bis hin zur Blasenbildung mit Juckreiz oder Brennen sind mit einem starken Sonnenbrand vergleichbar. Die phototoxische Reaktion ist keine Allergie, jeder kann sie bekommen. Vermeiden Sie zum Schutz in der Sonne den Kontakt mit auslösenden Pflanzen. Wenn Sie ein Medikament einnehmen müssen, bei dem es Hinweise auf phototoxische Reaktionen gibt, lassen Sie sich in Ihrer Apotheke oder bei Ihrem Arzt über den Umgang mit der Sonne beraten.

5. Lichturtikaria

Hierbei handelt es sich um eine seltene Form der Lichtdermatose, deren genaue Ursache noch weitgehend unbekannt ist. Man vermutet eine allergische Reaktion des Soforttyps auf ein unbekanntes endogenes Allergen, das durch Licht aktiviert wird. Dabei wird die Erkrankung durch Licht der Wellenlängen 300 bis 500 Nanometer (nm) ausgelöst – und zwar typischerweise durch Fensterscheiben hindurch, was bei UV-A-Strahlung häufig ist (UV-B-Strahlung wird durch Fensterglas abgehalten). Aber auch andere Lichtquellen können die Lichturtikaria auslösen. Es zeigen sich dabei Rötung, Brennen, Juckreiz und Quaddeln – besonders auf Hautstellen, die nicht lichtgewöhnt sind. Um sich zu schützen, wird das Meiden von starker Sonnenstrahleneinwirkung und Solarien empfohlen. Schutz vor dem Sonnenlicht bieten auch Lichtschutzfolien an den Haus- und Autofenstern. In den meisten Fällen wird eine vorsichtige Gewöhnung und Abhärtung an das natürliche Licht trainiert, teilweise auch mithilfe von therapeutischen Lichtbestrahlungen unter ärztlicher Aufsicht.
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Sonnebrand am Rücken
© iStockphoto
Bei einem Sonnenbrand sind UV-B-Strahlen tief in die Haut eingedrungen und haben dort eine Entzündung ausgelöst. Die Haut rötet sich, schwillt an und schmerzt, besonders bei Berührungen.
Alter Mann in der Sonne
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Mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko für Hautkrebs. Menschen, die sich oft ungeschützt in der Sonne aufhalten, bekommen außerdem früher Falten und Pigmentflecken.
Sonnenallergie
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Die polymorphe Lichtdermatose ist eine Form der Sonnenallergie. Vor allem an Hals und Dekolleté bilden sich stark juckende Quaddeln oder Bläschen.