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Dengue-Fieber – Übertragung, Symptome und Therapie



Dengue-Fieber wird durch Mücken übertragen. Die Symptome sind oft schwer – hohes Fieber und starke Schmerzen sind nur einige der Anzeichen für die Erkrankung, die früher auch als Knochenbrecher-Fieber bezeichnet wurde.

Mücke, Dengue © iStock

Dengue-Fieber wird von Mücken übertragen

Dengue-Fieber ist die häufigste Virusinfektion, die von Mücken übertragen wird. Sowohl tag- als auch nachtaktive Mücken können das Virus übertragen. Die wichtigsten Vektoren – also Überträger – sind dabei die Ägyptische und die Asiatische Tigermücke. Beide sind schwarz-weiß-gestreift.

Die Mücke nimmt das Virus beim Stechen einer infizierten Person oder eines infizierten Affen auf und überträgt es beim nächsten Stich auf einen anderen Menschen oder Affen. Dengue-Fieber zählt zu den sogenannten hämorrhagischen Fiebern, das heißt Betroffene können bei schweren Fällen zu Blutungen neigen. Dengue-Fieber gehört zu den häufigsten Krankheiten, die deutsche Touristen aus dem Urlaub mit nach Hause bringen.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Dengue-Fieber

Die Inkubationszeit liegt gewöhnlich zwischen vier und sieben Tagen – die Erkrankung kann aber auch noch bis zu 14 Tage nach der Übertragung der Erreger erste Symptome verursachen. Dengue-Fieber beginnt meist mit abrupt stark erhöhter Temperatur. Dieser Fieberschub dauert typischerweise etwa zwei bis vier Tage. Hinzu kommen Hautjucken – teilweise in Form eines blassen Ausschlags –, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schwindel. Typisch für Dengue-Fieber sind auch starke Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen, aufgrund derer die Krankheit früher auch als „Knochenbrecher-Fieber“ bezeichnet wurde. Manche Betroffene leiden zusätzlich unter Übelkeit, Husten und Schnupfen.

Normalerweise heilt das Dengue-Fieber über eine lange Zeit aus. In dieser Erholungsphase können vermehrt Stimmungsschwankungen auftreten.

Die Symptome bei Dengue-Fieber sind:
  • hohes Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Muskel-, Glieder und Gelenkschmerzen
  • häufig: juckender Ausschlag
  • seltener: Übelkeit, Husten und Schnupfen

Die milde Form des Dengue-Fiebers

Das Dengue-Fieber kann auch ganz mild verlaufen. Dabei zeigen die Erkrankten ähnliche Symptome wie beim „normalen Verlauf“. Die Beschwerden sind jedoch wesentlich milder ausgeprägt und halten maximal 72 Stunden an

Schwere Form: das hämorrhagische Dengue-Fieber

Nimmt das Dengue-Fieber einen schweren Verlauf, spricht man vom hämorrhagischen Dengue-Fieber oder vom Dengue-hämorrhagischen-Fieber (DHF). Betroffen sind meist Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Diese schwerere Form entwickelt sich oft nach der Zweitinfektion mit einem anderen Virustyp. Die erste Dengue-Infektion bewirkt zwar die Immunisierung gegen diesen speziellen Erreger – eine erneute Infektion mit einem anderen Subtypen ist aber möglich und kann dann zu einem schweren Verlauf der Erkrankung führen.

Die Krankheit beginnt meist wie das klassische Dengue-Fieber – hinzu kommen jedoch Erbrechen und Atemnot. Dann verschlechtert sich der Zustand der Betroffenen oft deutlich – es treten Blutungen in die Haut, die Schleimhäute und die inneren Organe auf. Es kann zu Blutdruckabfall und Schock kommen – dies wird als Dengue-Schocksyndrom (DSS) bezeichnet.

Die Symptome beim hämorrhagischen Dengue-Fieber sind:
  • Typische Symptome wie beim „normalen“ Dengue-Fieber
  • Zusätzlich Erbrechen und Atemnot
  • Blutungen in die Haut und Schleimhäute (Petechien, Purpura)
  • Teilweise Blutungen in die inneren Organe
  • Dengue-Schocksyndrom möglich (Blutdruckabfall und Schock)

Diagnose und Behandlung bei Dengue-Fieber

Bei entsprechenden Symptomen und einem Verdacht auf Dengue-Fieber sichert der Arzt die Diagnose mittels einer Laboruntersuchung des Blutes. Das Blut wird dabei auf entsprechende Antikörper getestet.

Zur Therapie von Dengue-Fieber gibt es kein spezielles Medikament. Die Behandlung beschränkt sich auf die Unterstützung der Körperfunktionen, Flüssigkeitszufuhr sowie auf schmerz- und fiebersenkende Mittel. Acetylsalicylsäure darf nicht eingenommen werden, da es die Blutgerinnung hemmt.

Wo kann Dengue-Fieber vorkommen?

Dengue Fieber, Vorkommen, weltweit
© vitapublic/WHO
Weltkarte zur Verbreitung von Dengue, Stand 2016
Dengue-Fieber ist in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik verbreitet. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes schätzt die Zahl der Betroffenen auf 50 Millionen. Es ist eine der am weitesten verbreitetesten und am häufigsten übertragenen fieberhaften Infektionen. Laut Schätzungen der WHO infizieren sich pro Jahr bis zu 100 Millionen Menschen mit Dengue. Experten gehen davon aus, dass sich die Krankheit noch weiter ausbreiten wird. Gründe dafür sind unter anderem der Rückgang von Mückenbekämpfungsmaßnahmen, die Zunahme städtischer Brutstätten durch starke Vermüllung der Armenviertel in den Tropen sowie der Tourismus.

Mögliche Impfungen gegen Dengue-Fieber

Es gibt derzeit noch keine Impfung gegen Dengue-Fieber.

Vorsorge gegen Dengue-Fieber

Um nicht infiziert zu werden, sollte man für geeigneten Mückenschutz sorgen. Dazu zählt passende Kleidung – beispielsweise lange Hosen und Hemden – sowie wirksame Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz für das Bett sollte ebenfalls dazugehören.

Mehr Informationen zum richtigen Insektenschutz auf Reisen finden Sie hier.
Aktuelle Hinweise zu Krankheiten im jeweiligen Reiseland gibt das Auswärtige Amt.
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