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HIV-Infektion und AIDS



Das „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ AIDS wird durch eine Infektion mit dem HI-Virus verursacht. Die Übertragung erfolgt durch verschiedene Körperflüssigkeiten – etwa beim Geschlechtsverkehr, aber auch beim Stillen mit der Muttermilch, nicht jedoch über Tröpfcheninfektion, beim Küssen und Umarmen von HIV-Infizierten.

Die verschiedenen Stadien der HIV-Infektion

Das Virus greift das Immunsystem an, sodass die Infektion zu einer zunehmenden Schwächung der Immunabwehr führt. Das beginnt schleichend und deshalb werden die ersten Anzeichen einer HIV-Infektion meist kaum bemerkt. Erst wenn sich die Krankheit nach einigen Jahren manifestiert hat und das Immunsystem stark beeinträchtigt ist, treten Komplikationen auf, etwa hartnäckige Pilzinfektionen oder Lungenentzündungen durch eigentlich sonst vom Immunsystem gut beherrschbare Erreger.

Bricht das Immunsystem irgendwann gänzlich zusammen, ist der Körper einer Vielzahl von Krankheitserregern hilflos ausgesetzt. Die Erreger, gegen die sich der menschliche Organismus normalerweise zur Wehr setzen kann, führen bei dem durch HIV immungeschwächten Körper zu schweren Krankheiten. Erst in diesem Stadium spricht man dann medizinisch korrekt von AIDS.

Die Diagnose AIDS/HIV

Um HIV zu diagnostizieren, stehen Bluttests zur Verfügung. Spezifische Antikörper oder spezielle virale Bausteine können schon früh – also zwischen elf und 22 Tagen nach der Ansteckung – nachgewiesen werden. Für ein sicheres Ergebnis sollte die mögliche Ansteckung längere Zeit zurückliegen. Tests der dritten Generation liefern erst nach etwa zwölf Wochen eine sichere Diagnose. Die neueren Tests der vierten Generation erlauben eine Diagnose schon nach etwa sechs Wochen.

Den Test kann man auch anonym durchführen. Ist das Testergebnis positiv – liegt also eine HIV-/AIDS-Infektion vor – macht der Arzt weitere Untersuchungen, um das Stadium der Erkrankung festzustellen und zu erkennen, welche weiteren Erkrankungen bestehen. Zusätzlich zur Therapie, die sich nach dem Stadium der HIV-Infektion richtet, startet ein Beratungsprogramm, das dem Betroffenen vermittelt, wie er am besten mit seiner HIV-Infektion umgeht und den Alltag meistert.

Fortschritte im Kampf gegen AIDS

Bis heute ist eine HIV-Infektion trotz enormer wissenschaftlicher Bemühungen noch nicht heilbar. Doch die Immunschwächekrankheit hat an Schrecken verloren: Durch den Einsatz moderner Therapien haben Betroffene eine fast normale Lebenserwartung. Problematisch ist, dass die Zahl der Neuinfektionen noch immer sehr hoch ist – vor allem in den Entwicklungsländern.
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